Breite Zustimmung zur Einführung der Kreisliga C
„Jetzt haben wir eine breite Basis und große Zustimmung unserer Vereine. Wir werden das Thema mit unseren Bezirksmitarbeitern nun weiterverfolgen.“, so der Bezirksvorsitzende Harald Kuhn am Sonntag beim Halbzeitstaffeltag des Fußball-Bezirks Neckar/Fils in der gut gefüllten Vereinsgaststäte des VfB Reichenbach/Fils.96 von 104 Vereinen folgten nicht zuletzt wegen der wegweisenden Entscheidung der Einladung des Bezirksspielleiters Armin Sigler und hörten sich die Gedanken und Ideen des Bezirksspielleiters an.
182 Aktive Mannschaften nehmen in dieser Spielzeit am Punktspielbetrieb im Bezirk teil. Bisher wird in der Beletage Bezirksliga, darunter drei Kreisligen A und weiter untergeordnet in 10 B-Ligen gespielt. Gerade der Spielbetrieb in den B-Ligen bereitet Armin Sigler Sorgen. „Hier gab es 56 zweistellige Endergebnisse also Spiele in der eine Mannschaft zehn und mehr Tore erzielte. „Das geht auf Kosten der Attraktivität und die Leistungsunterschiede sind schon teilweise gravierend.“, so der Bezirksspielleiter. Damit manche Mannschaften nicht die Lust „an der schönsten Nebensache der Welt“ wegen der Negativerlebnisse am Sonntagnachmittag verlieren, soll jetzt diese Neuerung Abhilfe schaffen. Sigler warb für seine Idee und die fand nach einer kurzen Pause, die Vereinsvertreter hatten eine 12-Punkte Agenda abzuarbeiten und tagten knapp drei Stunden, breite Zustimmung.
88 Vereine signalisierten Zustimmung, 8 Clubs waren dagegen und 5 Vereine enthielten sich der Stimme. Der Weg ist also frei für die Einführung einer Kreisliga C.
Auch vom Württembergischen Fußballverband, dessen Vorsitzender Verbandsspielausschuss Matthias Harzer die Vor- und Nachteile einer weiteren Untergliederung aufzeigte, war Zustimmung zu Siglers Idee zu vernehmen. Matthias Harzer berichtete, dass bis 2018 der Bezirk Alb ebenfalls mit einer Kreisliga C spielte, diese jedoch abschaffte und nunmehr mancher Vereinsvertreter dies gerne auch wieder anders hätte. „Die hohen Endergebnisse haben ohne Kreisliga C zugenommen.“, so Harzer. Besonders den Kreis Göppingen würde diese Neuerung betreffen, stellt er doch mit 50 B-Ligisten die mit Abstand höchste Zahl an B-Ligisten im Bezirk.
Und so soll weiter verfahren werden. Im Sommer soll ein außerordentlicher Bezirkstag einberufen werden und dabei die künftige Neuordnung vorgestellt werden. Die bisherige Vorstellung ist weiterhin eine Bezirksliga, darunter wie bisher drei Kreisligen A und dann vorerst 5 Kreisligen B und 5 Kreisligen C.
Für den Kreis Göppingen würde dies bedeuten in der Spielzeit 25/26, dann auch Quali-Saison genannt, dass sich aus der B7 und B8 die Mannschaften auf den Plätzen 8-12 in die Kreisliga C eingruppiert werden ebenso in der B9 und B10 Staffel die Tabellenplätze 8-12 zum Saisonende in eine weitere Kreisliga C eingruppiert werden. Vorausgesetzt die Meldezahlen der Vereine im Sommer bleiben in ungefähr gleich.
Wie ein roter Faden zog sich in den Redebeiträgen auch die hohen Zahlen an Roten und Gelb-Roten Karten. „Diese Zahlen sind zuletzt explodiert und das stimmt uns alle sehr bedenklich.“, so Armin Sigler. So wurden in der Vorrunde im Spielbetrieb 342 Rote und 224 Gelb-Rote Karten von den Schiedsrichtern im Spielbetrieb verteilt.
14 Mal wurde das neu eingeführte Stopp-Konzept, der Unparteiische unterbricht die Partie damit die Gemüter sich auf und neben dem Platz wieder beruhigen, von den Schiedsrichtern zum Deeskalieren angewandt und umgesetzt. Trotzdem fanden sich 11 Spielabbrüche in der Statistik wieder. Bezirksschiedsrichterobmann Rocco D‘Onofro berichtete von der vielfältigen Arbeit des Sportgerichts und laut Bezirksschiedsrichterobmann Steffen Müller finden wieder Neulingskurse in den Teilkreisen Esslingen, Nürtingen und Göppingen (hier mit 19 Teilnehmern) statt.
#1FCE
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